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Erfolgreiche Inbetriebnahme: Erste CLS-Steuerbox mit inexogy am Netz

München / Hausham – Gemeinsam mit unserem Partner inexogy, einem bundesweit führenden wettbewerblichen Messstellenbetreiber, haben wir ein weiteres wichtiges Etappenziel erreicht: Die erste CLS-Steuerbox wurde erfolgreich in Betrieb genommen. Die Installation fand im Rahmen unseres laufenden Feldtests in Hausham am Schliersee statt und markiert einen weiteren Schritt hin zur aktiven Steuerung flexibler Verbrauchseinrichtungen über das Smart Meter Gateway.

Smart Meter Gateway und Steuerbox im Produktivsystem

Im Mittelpunkt des gemeinsamen Projekts stand die Integration der Steuerlösung in eine reale Umgebung:

  • Die CLS-Steuerbox wurde vor Ort zusammen mit einem intelligenten Messsystem (Smart Meter Gateway) installiert.
  • Die Kommunikation zwischen Gateway, Steuerbox und der SPiNE Energiemanagement-Plattform wurde erfolgreich aufgebaut.
  • Ziel ist es, künftig steuerbare Lasten wie Ladeinfrastruktur oder Wärmepumpen flexibel und netzdienlich anzusteuern – automatisiert, sicher und standardkonform.
Installation Smart Meter Gateway und CLS-Steuerbox
Installation Smart Meter Gateway und CLS-Steuerbox (Quelle: inexogy)

Wie funktioniert die Lösung

Die Steuerung flexibler Verbraucher wie Wärmepumpen oder Wallboxen über §14a EnWG erfolgt über eine sogenannte CLS-Kette. Von der Netzleitstelle bis zur lokalen Steuerbox beim Endkunden. Dabei arbeiten mehrere Akteure und Systeme zusammen – mit klar verteilten Rollen.

  • Der Verteilnetzbetreiber (VNB) erkennt einen Bedarf zur Steuerung – z. B. zur Vermeidung lokaler Netzüberlastung.
  • Der VNB übergibt das Steuersignal an den Messstellenbetreiber (MSB) – über den Universalbestellprozess (MaKo) oder ad-hoc über die BDEW Web-API
  • Der MSB baut über das CLS-Management und das Smart Meter Gateway den Kanal zur lokalen Steuerbox beim Endkunden auf
  • Die Steuerbox terminiert den CLS-Kanal und übergibt das Steuersignal im EEBus-Protokoll an das angeschlossene HEMS – in diesem Fall an den SPiNE EnergyLink One.

Somit lassen sich die gesetzlichen Anforderungen zur Reduktion des Leistungsbezugs steuerbarer Verbrauchseinrichtungen (§ 14a EnWG – SteuVE) und zur dynamischen Wirkleistungsbegrenzung der PV-Einspeisung (§ 9 EEG) in der vom BSI definierten Zielarchitektur umsetzen.

Wirkkette netzdienliche Steuerung
Wirkkette netzdienliche Steuerung mit lokaler Umsetzung auf Basis EEBus

Vorteile der SPiNE Lösung

Die installierte Lösung bietet hinter dem Netzanschlusspunkt auf Basis der SPiNE Applikationsplattform gleich mehrere Vorteile:

  1. Der SPiNE EEBus-Adapter setzt die Use Cases LPC (Limitation of Power Consumption) und LPP (Limitation of Power Production) um. Damit dient er als direkte “Gegenstelle” zur Steuerbox.
  2. Das Pairing von Steuerbox und dem SPiNE EnergyLink One ist als voll digitalisierter Prozess umgesetzt. Eine manuelle Eingabe des 40-stelligen SKI-Schlüssels entfällt und reduziert damit die Fehleranfälligkeit im Prozess signifikant
  3. Die Umsetzung der Leistungslimitierung kann durch ein auf der SPiNE Plattform installiertes HEMS (Home Energy Management System) erfolgen, oder durch direkte Ansteuerung der lokalen Anlagen im Haus. Dabei können auch Protokoll-Übersetzer zum Einsatz kommen, beispielsweise zur Ansteuerung von Anlagen über Modbus.
  4. Falls ein Cloud-basiertes HEMS im Einsatz ist, übergibt SPiNE das Steuersignal über sichere API-Schnittstellen an das Cloud-HEMS
EEBus-Adapter von SPiNE
EEBus-Steuerbox Adapter: Einfaches Pairing mit der CLS-Steuerbox (SKI geschwärzt)

Starke Partnerschaft für den Steuer-Rollout kombiniert mit Mehrwertanwendungen

inexogy bringt als erfahrener Messstellenbetreiber nicht nur das nötige regulatorische Know-how mit, sondern auch die Fähigkeit, komplexe Prozesse vor Ort effizient umzusetzen. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage dafür, dass steuerbare Verbrauchseinrichtungen gemäß §14a EnWG und PV-Anlagen gemäß § 9 EEG künftig netzverträglich integriert werden können.

Die modulare Softwarearchitektur von SPiNE ermöglicht die direkte Anbindung an die lokale Steuerbox – ohne aufwändige Konfiguration und ohne komplexe manuelle Prozesse. Die Vorteile für Messstellenbetreiber und Endkunden:

  • Geringere Kosten bei Rollout und Betrieb
  • Höhere Skalierbarkeit
  • Offen für Mehrwertanwendungen über standardisierte Schnittstellen

Der erfolgreiche Start in Hausham zeigt: SPiNE ist bereit für den nächsten Schritt. In nächster Zeit werden wir weitere Steuerboxen in Betrieb nehmen. Dabei unterziehen wir die technische Lösung und die Prozesse weiteren Praxistests, um die für den Massen-Rollout beste Lösung anbieten zu können.

SPiNE baut das Rückgrat der Energiewende – intelligent, interoperabel und zukunftssicher!

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